Bezahlen per Geldtransfer ist weltweit längst gang und gäbe. Kein Problem, wenn der Empfänger mit einem befreundet oder verwandt ist. In anderen Fällen rät die Polizei zu höchster Vorsicht: Immer wieder werden Geldtransfer-Dienste von Betrügern für ihre Machenschaften missbraucht.
Geldleistung ohne Warenlieferung: Hellhörig sollten Sie werden, wenn der Verkäufer darauf besteht, dass Waren, die per Online-Shopping oder im Zuge einer Online-Auktion erstanden werden, per Geld-Transfer bezahlt werden sollen. Im schlimmsten Fall bleibt nach dem Geldversand die Gegenleistung aus - und der Adressat unerreichbar.
Vermeintlicher Lotterie-Gewinn: Bei solchen Benachrichtigungen empfiehlt sich Misstrauen, wenn die Auszahlung an angebliche Steuern oder Gebühren geknüpft ist, die vorab zu entrichten sind. Dies gilt auch für "günstige Kreditangebote", für die vorab eine Rate per Geldtransfer bezahlt werden soll.
Angeblich interessante Jobangebote: Hinter E-Mails, die lukrative Beschäftigungen in Aussicht stellen, steht zumeist die Anforderung, als Finanzagent tätig zu werden. Dessen Aufgabe besteht allein darin, für die Abwicklung von Überweisungen aus dem Ausland das eigene Girokonto zur Verfügung zu stellen. Sind die Beträge eingegangen, sollen sie abgehoben und per Geldtransfer an eine Firma im Ausland versandt werden. Dafür wird eine Provision versprochen. Tatsächlich aber lassen sich die geköderten Opfer - ohne es zu ahnen - auf eine Form von strafbarer Geldwäsche ein.
So schützen Sie sich vor Betrug:
- Senden Sie niemals Geld an Fremde über einen Geldtransfer-Service.
- Geben Sie die relevanten Daten zu Ihrem Transfer (Sender- und Empfänger-Namen, Höhe des Betrags, Ursprungs- und Empfangsland) niemals an Dritte weiter.
- Hüten Sie sich vor Geschäften und Angeboten, die unrealistische Vorteile oder schnellen Gewinn versprechen.
- Verzichten Sie auf einen Geldtransfer-Service, wenn Sie Einkäufe beispielsweise aus Online-Auktionen bezahlen wollen.
Melden Sie einen Betrugsfall sofort der Polizei und nehmen Sie Kontakt mit den ermittelnden Behörden auf, wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie jemand betrügen will. Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, polizei-beratung.de
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